20.07.1847
Geburt von Max Liebermann in Berlin als Sohn des reichen Kattunfabrikanten, Großkaufmanns und Stadtverordneten Louis Liebermann und dessen Ehefrau Philippine.
1853 - 1857
Die Familie wohnt in der Behrenstraße 48.
1862
Beginn des privaten Zeichenunterrichts bei dem Pferdemaler Carl Steffeck.
1866
Abitur am Friedrich-Werderschen-Gymnasium und Immatrikulation an der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität; weiterhin Ausbildung im Atelier Steffeck.
1869-1872
Studium an der Kunstschule Weimar.
1871/72
Entstehung eines der bedeutendsten Werke: Die Gänserupferinnen (Öl auf Leinwand; Berlin).
1873-1876
Mehrere längere Aufenthalte in Paris und Holland;
Liebermann findet Anregungen in den Werken französischer Naturalisten.
1878-1884
Liebermann zieht nach München.
1881
Vollendung des Gemäldes "Schusterwerkstatt".
1884
Rückkehr nach Berlin und Heirat mit Martha Marckwald.
1885
Geburt der Tochter Käthe am 19. August 1885.
1888
Erste Auszeichnung für Liebermann: Kleine Goldene Medaille der Berliner Akademie.
1889
Liebermann ist Mitorganisator einer inoffiziellen Beteiligung deutscher Künstler an der Pariser Weltausstellung.
Das Deutsche Reich beteiligt sich wegen "antimonarchistischer Tendenzen" in Frankreich nicht:
Liebermann wird mit der Großen Medaille der "Exposition universelle" ausgezeichnet.
1894
Einzug in das Haus am Pariser Platz.
Teilnahme an einer Ausstellung des Pariser Salons: Liebermann wendet sich von den Arbeitsbildern nach hölländischem Vorbild ab und öffnet sich zunehmend dem Einfluß der modernen französischen Kunst.
1895
Zunehmender Einfluß der französischen Kultur auf Liebermann: Ernennung zum Ritter der französischen Ehrenlegion.
1896
Liebermann als Schriftsteller: erste Veröffentlichung mit einer Studie über den französischen Maler Degas in der Zeitschrift "PAN".
1897
Ernennung zum Professor der Königlichen Akademie der Künste in Berlin; anläßlich seines 50. Geburtstages widmet man ihm eine Ausstellung in der Akademie.
1898
Differenzen mit Wilhelm II. in der Jury der "Großen Berliner Kunstausstellung", da Liebermann Werke von Käthe Kollwitz und Walter Leistikow zur Prämierung empfiehlt.
Daraufhin Gründung der "Berliner Secession" durch Liebermann am 2. Mai, deren Vorsitzender er 1899 wird.
1909
Erwerb eines Grundstücks am Wannsee und Bau einer Villa mit Atelier.
1911
Liebermann tritt aus der "Berliner Secession" aus.
Lovis Corinth übernimmt den Vorsitz.
1914
Liebermann schließt sich der abgespaltenen "Freien Secession" an und zieht sich in sein Haus am Wannsee zurück.
1915
Der Kaiser bezeichnet den Vorschlag, Liebermann zum Nachfolger des verstorbenen Präsidenten der Akademie, Anton von Werner, zu ernennen, als "famosen Witz".
1917
Gesamtschau seines Werkes in der Akademie der Künste aus Anlaß seines 70. Geburtstages.
Liebermann portraitiert Großadmiral von Tirpitz.
1920
Berufung zum Präsidenten der nunmehr Preußischen Akademie der Künste.
1927
Liebermann portraitiert den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.
Anlässlich des 80. Geburtstages große nationale und internationale Ehrungen (Orden "Pour la Mérite", Ehrenbürgerschaft von Berlin).
1932
Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Preußischen Akademie der Künste.
1933
Als Jude wird Liebermann Arbeitsverbot erteilt. Da die Akademie die Arbeiten von jüdischen Künstlern nicht mehr ausstellte (seine Bilder wurden aus den Ausstellungen entfernt), erklärt Liebermann seinen Austritt aus der Akademie
08.02.1935
Tod von Max Liebermann in seinem Haus am Pariser Platz.


